Dienstag, 8. August 2017

Wacken Tagebuch Tag 2 (Donnerstag)


Den Donnerstag sind wir sehr gemütlich angegangen. Auf dem Weg ins Infield (ein paar Wacken-Matsch-Fotos gibts unten) haben wir am Rande etwas SAOR Patrol gehört, und bei der Platzsuche vor der Harder Stage noch den Final Countdown von Europe. Los gings dann richtig mit

Status Quo
Was gibt es dazu zu sagen - die einzige Band, die ich schon vor der Wacken-Vorbereitung kannte und schon irgendwie die Kategorie "Lieder meiner Jugend".
Jedenfalls viel Spielfreude von echten Profis, wenn auch nicht gerade Wacken Markenkern.

Witchery (letzte zwei oder drei Lieder gehört auf dem Weg zu Brujeria)
Na ja, Black Metal mit Roben, Kerzen und Gedöns. Erschließt sich mir auf Anhieb nicht, was wohl aber an mir liegt.

Vor Brujeria hab ich mich sehr nett mit einem irischen Metalhead unterhalten, der auch selber Gitarre spielt und an der ersten EP seiner Band Trenchknife arbeitet. Er hat versprochen mir Bescheid zu sagen wenn es die dann mal gibt und ich bin schon sehr gespannt darauf. Er war mit einer Handvoll Kumpels unterwegs, die größtenteils schon deutlich mehr Promille hatten als er, was teilweise dann auch ihren Konzertgenuß doch etwas beeinträchtigt hat...

Brujeria (Kommentar aus der Vorbereitung: wütend brüllende Mexikaner, echt süss)
Wie erwartet: viel wütender Sprechgesang, inhaltlich vermutlich schlechter gelaunt als die Musik rüberkam, aber gut gemacht. Ob die ihren Shtick mit den Masken wirklich brauchen, weil sie das Personal so leichter durchtauschen können, ist ne andere Frage. 

Interessanterweise war das die einzige Band, die so lange überzogen hat, dass Ihr der Vorhang zugezogen wurde - um ein paar Minuten haben wohl auch andere überzogen aber insgesamt war die Timingdisziplin enorm groß, so dass man sich auf die Zeitpläne auch verlassen konnte.

Danach gings wieder auf die Hauptbühne, weil Kilian gerne noch was hören wollte, was er schon kennt:

Volbeat (Vorbereitung: "Elvis Metal", sehr auf Eingängigkeit getrimmter Rock fürs Radio)
Auch hier hat sich das Vorurteil bestätigt; sehr eingängig und gefällig, nett präsentiert, massenfähig, live nicht ganz so glatt geleckt wie auf der Platte aber doch irgendwie ohne klare Kante. Dass bei unseren niederbayrischen Zeltplatznachbarn viel Volbeat gelaufen war war zum Einhören gar nicht schlecht.
Gesamturteil ganz nach Hitchhikers Guide: "mostly harmless".

Danach wieder ins Zelt, gerade noch das letzte Lied von Mayhem gehört (halt auch Black Metal mit Roben etc und geschminkt, als ob der Imperator in Teil 6 doch überlebt hat und dann auf Bass oder E-Gitarre umgeschult und eine zweite Karriere als Musiker angefangen hat), aber dann der erste echte Höhepunkt überhaupt:

Nile (schneller Thrash mit Tourniquet-like Gitarren und viel Growlen und Grunzen)
Erwartungen voll erfüllt, die Band ist wirklich klasse. Live natürlich nicht so präzise und differenziert durchproduziert wie auf Platte, aber das bleibt einer meiner Favoriten. Ich hab sogar ein T-Shirt von denen erwischt, ich glaube bei goddess.nl.

So, und jetzt noch etwas Fototagebuch. Mittwoch auf Donnerstag hat's geregnet, danach nicht mehr. Daher konnte man die sprichwörtlichen Matsch- und Pfützenfotos eigentlich nur am Donnerstag fotografieren. Auf die Bilder kann man draufklicken um sie größer zu sehen...
Einige der Hauptwege, wie dieser hier, waren mit Metallplatten ausgelegt und dadurch auch bei Regen gut begehbar. Nur in einigen Dellen gab es knöcheltiefe Pfützen - hier für Kilian mit Gummistiefeln kein Problem...

Eingangsportal zum Innenbereich

Und das ist jetzt der Weg vom Eingang und Sicherheitskontrolle zum eigentlichen Festbereich mit Fress- und Einkaufsbuden und dann dem eigentlichen Konzertbereich.
Damit man nicht denkt, das wäre alles nur grauer Matsch und Regenwasser, hier noch ein Foto von der Hauptbühne bei Nacht, wenn der zwölf Meter hohe Kuhschädel in Flammen steht - das macht schon was her, finde ich.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen