Mittwoch, 9. Oktober 2019

Mehr Ankerstein-Baupläne für den Tabletop


Zwei Anlässe bringen mich dazu, die Liste der Baupläne für Tabletopprojekte zu erweitern:
a) hab ich mir auf dem Tag der offenen Tür endlich den Kasten GK-NF 16A gekauft, und
b) haben die Ankerfreunde in diesem Forumsthread einige schöne Links auf Baupläne mit mehreren Gebäuden zusammengetragen.

Also erneute Liste von Bauplänen, die man auf einen Tisch für ein Tabletopspiel setzen kann (wie zB hier), für GK-NF 18. Links gehen aufs Ankerstein.center (nur mit Anmeldung).

  • noch vom letzten Mal: Kirchenruine (CVA Hartjes) - viel umbaute Fläche und sehr länglich. Teilweise bespielbar.
  • mit etwas Risiko und Abenteuer, da der Plan eigentlich für Neue Serie (Kasten 16) ist: Aus einer alten Stadt von Lufsky (yay)
  • ähnliches Risiko, aber kleiner da für GK-NS 14: Altes Tor von Lufsky
  • hoch und steil (also kein Baurisiko, aber Spielrisiko): Hessischer Bergfried von Wellmann
  • zwei Einzelgebäude die man frei auf dem Tisch anordnen kann: Pavillon und Uhrenhäuschen von Richter
  • eigentlich nicht freistehend gedacht, aber trotzdem hübsch: Burgschmiede von Richter

Montag, 7. Oktober 2019

SBOA 2019: Samstag

Kurz reingehört in Brainstorm: schwäbische Lokalmatadore mit soliden Power Metal
Final Breath: wohl auch deutsche Amateure, die sichtbar Spaß am Auftritt hatten (scheinbar nach langer (Kinder-?)Pause) und guten, harten Death Metal zocken. Kleiner Rahmen, gemütlich.
Final Breath - mal wieder richtig Stimmung auf der kleinen Bühne
Skalmøld: solider, teilweise angenehm langsamer harter Metal (im Prospekt steht Viking Metal, na ja - sie singen halt auf isländisch, das klingt manchmal exotisch, manchmal hart,manchmal auch echt süß), professionell und engagiert vorgetragen. Nicht so knallvoll, aber gute Stimmung im Publikum mit Richtung Stimmung und Moshpit-Sport. Ich war weit vorne genug, um den Rand des Circle Pit zu bilden. Echt Fun.
Skalmöld: Gerudert wurde auch...
Burning Witches: einklich guter und engagierter Auftritt, teils Rock n Roll, teils echt metallisch hart. Nur war leider der Bass total überdreht und hat die eigentlich sehr filigranen Gitarren und Vocals voll überwummert, weiter vorne ganz krass und an meinem "Stammplatz" weiter hinten vor den Säulen, wo der Sound sonst eigentlich immer super war, immer noch ziemlich überdreht. Im Vorbeigehen weiter hinten war es laut Kilian gut (vermutlich ähnliches Problem wie Windhand in der ersten Reihe wohl nur Bass war... so eine kleine Bühne mit weitem Publikumsbereich, der auch noch teilweise überdacht ist, ist einfach sehr undankbar zu beschallen).
Eluveitie - mit Flöte und Leier
Eluveitie: super, sehr abwechslungsreich von Instrumentierung incl Geige, Bratsche, Leier, mehrere Flöten, Dudelsack etc., Stimmung von knüppelhart zum Moschen bis zu lyrisch-orientalischem Sologesang. Riesige Truppe, neun Leute.
Die Bühne brennt...
Zwischendurch aus Versehen kurz reingehört bei Gaahls Wyrd, angenehm überrascht worden: sehr dichte Athmosphäre aus Musik, Licht, Bühnenshow. Große Vielfalt an Sounds, immer wieder mit gutem Groove, und ein faszinierend präsenter, stimmlich wandlungsfähiger Frontmann mit Klarstimme, Kopfstimme und immer wieder verschiedenen Schreistimmen. Cool. Könnte auf Platte auch gut sein wenn es sauber produziert ist. So viel zum Thema Vorurteile à la "Black Metal sind nur Industriegeräusche".
Dimmu Borgir: großes Bühnenschauspiel, professionell gemacht aber nicht nur runtergezockt.
Ahab: Metal in Zeitlupe
Abschluss Ahab: Highlight zum Abschluß und wie erwartet ein Super Erlebnis. Diemal erste Reihe, daher etwas überforderte Bässe am Wummern aber aber ansonsten echt prima. Ein schöner nächtlicher Schlussakkord für das Festival.
Auch wenn die zwei unterschiedlich begeistert aussehen - es war ein klasse Festival. Gerne wieder!

SBOA 2019: Freitag

Beim Anmarsch im Vorbeigehen Turbobier vom Kiewara singen gehört und den theatralischen Aufmarsch der maskierten Leute von Harpiye einschl. Geigerin bewundert.

Richtig zugehört bei:
Izegrim haben sichtlich Spaß beim Bespielen der kleinsten SBOA Bühne, aber halt doch vor einem großen und begeisterten Publikum
Izegrim: Ein echtes Highlight. Super Bühnenpräsenz und harter, eingängiger (Death?) Metal aus Holland mit einer sehr charismatischen, aber natürlich und nicht aufgesetzt präsenten Frontfrau, die zwischen Klargesang und einem richtig tiefen, gutturalen Growl hin und her wechseln konnte. Das war wohl auch eine semiprofessionelle Band - richtig gut, aber leben vermutlich nicht davon und sind auch nicht dauernd auf Tour. Umso mehr spürt man ihnen ab, wie viel Spaß sie selber haben, auf so einer Bühne zu stehen. Es war zwar die kleinste Bühne, und auch am platten Nachmittag, aber es waren halt doch paar hundert Leute da die voll mitgegangen sind. 
Deserted Fear in Festivalbesetzung wegen lädiertem Lead Gitarristen / Sänger
Deserted Fear: auf der mittleren Bühne gabs dann soliden Lehrbuch Death Metal aus Thüringen, moderiert in breitem Thüringer Akzent. Wegen Handverletzung vom Sänger-und-Gitarrist ist über Nacht ein Bassist eingesprungen, der schon mal mit der Band gespielt hatte, und der eigentliche Bassist spielte Gitarre...
Kilian hat später am Tag sogar ne Autogrammstunde von denen mitgemacht und sich ein Foto und eine Tasse signieren lassen. 

Kurz reingehört in Queensryche, zur Abwechslung mal Power mit Klargesang, Kopfstimme und gelegentlichem growlen.
Aborted
Aborted: ultrahart und schneller Death Metal, Stichwort "Power Blasts". Gesang mit variablem Growlen und starken vokalen Assoziationen zur Schweinezucht. Viel Energie, viel Circlepit.
Airbourne: wie erwartet - Entspannung durch einfachen Rock n Roll, verbunden mit guter, untheatralischer aber engagierter Bühnenshow. Und paar Specials, zB Lenny Gedenken mit Live Mixen von Whisky-Longdrinks für die Band und Zuwerfen von halbvollen Bierbechern zu den Crowdsurfern - einer wurde von dem Surfer mit einer Passagierin auf dem Bauch sogar mit trinkbarem Inhalt gefangen.
im Vorbeigehen Dyscarnate kurz gehört, ist sauberer Death Metal mit Power. Kann man auch mal machen.
Napalm Death: musikalisch eher ADHS mäßig geprügelter Death Metal / Core, aber dafür energisch vorgetragen und mit engagiert kompromissloser politischen Botschaft (was manchmal auch etwas lustig rüberkommt, wenn einem nach einer inhaltlichen Ansage in sauberem British English dann die "eigentliche" Botschaft wieder in unverständlich gegrowltem Silben- und Rhythmussalat in die Fresse geklatscht wird...)
Hammerfall
Main Stage im Gesamtüberblick (wie bei allen anderen Bildern: Draufklicken zum Vergrößern)
Hammerfall: klassischer Power Metal, was zum Ausruhen. Nice.

HamferđDie Männer im schwarzen Anzug
Hamferđ: Zweites Tageshighlight - klasse Melodic/Death Doom mit coolem Bühnenauftritt (schwarze Anzüge mit Krawatte, nur der Schlagzeuger spielt ohne Sakko und mit oberem Hemdknopf offen; sparsame Gestik wie in den 40er Jahren, Max Raabe lässt grüßen). Musikalisch viel Abwechslung trotz gleichbleibend schwermütig-langsamem Klangteppich. Die Sprache (faröisch) gibt dem Ganzen noch einen zusätzlichen Touch von Geheimnis und Exotik. Ein wunderbares Betthupferl am Ende des vorletzten Festivaltags.
Hamferđ sagt "Gute Nacht"...

SBOA 2019: Donnerstag


Mustasch: einfach harter Rock n Roll in die Fresse. Die gute Nachicht: Motörhead und AC/DC haben schon auch paar würdige Nachfolger (obwohl auch Mustasch schon älter sind...) - siehe auch Airbourne.
Mustasch rocken
Decapitated (Polen): Death / Thrash aus dem Bilderbuch, hart und engagiert vorgetragen, Sänger mit starker Bühnenpräsenz. 
LA Raiders football ähm Lionheart
Lionheart: Core, aber nicht so hibbelig wie sonst oft, sondern eher wuchtig und souverän vorgetragen. Wohl Semipros von der Westküste, der Gitarrist (wohl Deutscher) erklärte, dass das gerade ihr Jahresurlaub ist. Haben sehr oft Trink- und Verschnaufpausen gemacht und meinten dass die Bühne zu groß für sie ist, was wohl eher konditionell als musikalisch oder von der Präsenz her war. Publikum war jünger, wilder und mit weniger Kutten und mehr zivil als sonst.
Testament: Thrashveteranen, gut, schnell, hart. Frontmann mit viel Bauch und viel Routine, auch marketingmäßig mit Danke ans Label und so. Profis halt, aber irgendwie auch sichtlich abgezockt.
In Flames: volle 90 Minuten. Musikalisch neither here nor there, aber viele Fans mit Band-T-Shirt. Sehr voll. Crowdsurfer überall, zT sogar eine(r) stehend auf einem anderen liegenden Surfer, und auch einige mitsamt Rollstuhl. Circlepit auf Ansage, auch sonst ging das Publikum gut mit.
Irgendwann war die Menge bei In Flames dann so dicht gedrängt und die Stimmung so am Kochen, dass sogar die Rollis zum Crowdsurfen gekommen sind.
Deicide: ultraharter, schneller, geknüppelter aber sauberer Thrash/DeathMetal. Was ein wuchtiger Auftritt, das war echt körperlich anstrengend nur zuzuhören. Definitiv eins meiner Highlights, auch wenn ich nicht sicher bin ob ich ein komplettes Einzelkonzert von denen durchhalten würde.
Meshuggah: eins der absoluten Highlights des Festivals für mich. Musikalisch wie erwartet, also professionell, extrem abwechslungsreich und anspruchsvoll vor allem von den schrägen Rhythmuswechseln her. Dazu aber professionell durchchoreographierte Bühnenshow mit perfekter Lichttechnik, die das große Hintergrundbild auf einer riesigen Leinwand ganz wie in der klassischen Oper in verschiedenen Farben und Helligkeiten beleuchtet, mit den Scheinwerfern zusätzliche Ebenen erzeugt und einfach ein gigantisches audiovisuelles Gesamterlebnis erzeugt.
Ganz großes Kino, auch über die gleichzeitig wuchtige und eingängige, aber eben auch sperrige und anstrengende Musik hinaus.
Meine Fotos davon sind nix geworden, aber der WDR hat das Konzert mitgeschnitten und hier online gestellt. Es lohnt sich jedenfalls, da mal paar Minuten reinzuschauen und auch einfach paar Malmitten rein in den Video zu springen.

Danach Cradle of Filth doch weggelassen weil Kopf einfach voll...

SBOA 2019: Mittwoch

Langer Vormittag mit Spaziergang durch das Dorf, dort zweitem Frühstück im Dorfgasthof und Mittagsschlaf.

Endseeker on stage
Am frühen Nachmittag gins dann los mit Endseeker: deutsche Truppe, richtig super. Kracht schön, klasse Growler, super Einstieg.
Nailed to Obscurity: mehr wegen Kilian reingehört, aber echt klasse Thrash Metal (und nein, "Thrash" heißt nicht "Müll"- das wäre "trash" - sondern "dreschen" und beschreibt den Stil ganz gut...). Gut gemacht. Ostfriesen.
Nach einer ruhigen Pause (auch ein Vorteil davon, dassSummerbreeze nicht ganz so riesig ist wie Wacken: man kommt schneller zum Zelt für ne Pause zwischendurch und hat auch weniger das Gefühl was zu verpassen, wenn "nur" zwei oder drei Bühnen gleichzeitig bespielt werden).
Windhand: sehr solider Doom, viel besserer Sound als der schraddelige Garagen/BM Sound auf der Liveplatte, die ich vorher gehört hatte. Richtig gut, auch ohne Lücken und holprige Moderationen durchgezogen. Starker Auftritt mit vielen langen Haaren und wenig Gesichtern zu sehen...
Windhand
Midnight: Hier war die Einschätzung vom Reinhören nicht falsch, aber auch nicht ganz passend. 
Beim Durchhören hatte ich notiert: musikalisch auf Anhieb Anwärter auf Lennys Erben (nur stimmlich natürlich nicht auf dem Level), aber auch mit einigen AC/DC Anklängen. Beim zweiten Blick könnte es auch hart, wild, aber sauber gespielter Punk sein... 
Vom Auftritt her war's dann eine fetzige, sehr sportliche Bühnenshow von den beiden mobilen Leuten; alle drei mit Kapuzen und schwarzer Gesichtsvermummung... also eigentlich wohl als Black Metal gedacht.
So viel dazu was man von all den Kategorien, Genres und Taxonomien hat - letztlich ist es alles Musik, die einem gefällt oder eben nicht.